Aus der Rechtsprechung

Schwarzer Anzug ist keine Berufskleidung!!

Aufwendungen für sog. „bürgerliche Kleidung“ (als Gegenbegriff zur „typischen Berufskleidung“) können ausweislich eines Urteils des Finanzgerichts Berlin Brandenburg aus 2018 weder ganz noch teilweise als Betriebsausgaben (bzw. Werbungskosten) abgezogen werden.

Ein schwarzer Anzug, schwarze Blusen und schwarze Pullover, die sich in keiner Weise von dem unterscheiden, was nach allgemeiner Übung weiter Kreise der Bevölkerung als festliche Kleidung zu besonderen Anlässen getragen wird, sind keine typische Berufskleidung. Dies gilt für alle Berufe, daher auch (und insoweit gegen BFH) für bestimmte Berufsgruppen wie Leichenbestatter, Trauerredner, katholische Geistliche und Oberkellner.

Ob und ggf. in welchem Umfang die fraglichen Kleidungsstücke vom Steuerpflichtigen auch zu privaten Anlässen tatsächlich verwendet wurden, ist unerheblich.

Dies gilt selbst dann, wenn die bürgliche Kleidung überwiegend und nahezu ausschließlich oder ausschließlich im Beruf getragen wird.

Gegen die o.g. Entscheidung des FG Berlin Brandenburg vom 29.08.2018 ist die Revision beim Bundesfinanzhof anhängig, AZ BFH VIII R 33/18.

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